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Foto: Christof Graf

VIII. The Cohenpedia - Leonard Cohen von A - Z

(Quelle: Christof Graf`s Bücher über Leonard Cohen - ,,Partisan der Liebe" (1996) und ,,Titan der Worte" (2010)

Andere Künstler über L.C. - Artists about L.C.

Ich liebe seiner Songs.

Joe Cocker über Leonard Cohen. Cocker coverte seit den 70er Jahren drei Songs von Cohen und machte sie zu großen Hits.

Er war immer ein sehr analytischer Künstler und es ist sehr wichtig dass jemand so klug und bewusst wie Leonard Cohen ist, jemand da ist und prüft, nachschaut und festhält, was die Analyse des Bewusstseins Gutes hervorbringt."

Marianne Faithful über Leonard Cohen, 1997

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, in der ich die Zeilen "When they poured across the border I was cautioned to surrender. This I could not do . . ." zum ersten Mal hörte. Diese Zeilen schleppte ich lange mit mir herum. Aber auch andere Songs wie zum Beispiel "Bird On The Wire" gingen mir nicht aus dem Kopf. Irgendwann waren sie weg, und Cohen wurde vergessen. Es schien, als passe er nicht mehr in unsere Zeit. Und die Presse machte sich über ihn lustig, schrieb was von Suizidmusik und ähnliches Zeug. Dann aber, ganz plötzlich, war er wieder da. Startete ein Comeback, obwohl er nie weg gewesen war. Vielleicht war es auch nur deshalb ein Comeback, weil sich die Zeiten geändert hatten und die Leute wieder anfingen, Cohen zuzuhören. Wahrscheinlich als eine Art Gegenreaktion auf die musikalische und textliche Übersimplifizierung von Pop und Techno. Sein Material war immer großartig. Alben wie Songs From A Room oder Songs OfLove And Hate sind zeitlos und werden wohl noch in 50 Jahren von unseren Kindern gehört werden. Bei Cohen ist es wie mit den Beatles: man hört aus den alten Songs immer wieder Neues heraus. Cohen ist wie eine Bestätigung für das, was man mal gut gefunden hat und was auch heute noch gut ist. Es ist wie mit einer klassischen Statue oder einem guten alten Freund. Musikalisch mochte ich an Leonard Cohen, daß man seine Songs leicht nachspielen konnte, daß man sie schnell im Ohr hatte.

Bob Geldof in einem Interview mit Christof Graf, 1994

Quelle: Partisan der Liebe

Als ich mit dem Kopf an der nassen Scheibe in dem Passat klebte, da machte Rolly das Radio an, und Cohen sang. Natürlich Suzanne. In A-Dur, glaube ich. Suzanne, dieser Engel, der den Schlüssel der Kindheit besitzt, der zu dir kommt, wenn du am Fluß des Lebens sitzt, verloren, mutterseelenallein, mit den Füßen im Fluß, wie der Idiot, an dem never-ending river, mit dem ich aufbrechen wollte, mitziehen, irgendwohin, bloß ganz weit weg. Wie Rimbaud, trunkenes Schiff, wie Brei, Baudelaire, wie alle Sänger, die Erzähler, die Suchenden, wie die, dir mir doch "Vater" sein sollten. Da sang einer von dem, was wir alle zu verbergen versuchten.

Klaus Hoffmann über Leonard Cohen in einem Interview mit Christof Graf, 1995

Quelle: Partisan der Liebe

Man sieht es immer mit großer Sorge, wenn sich die eigenen Kinder auf dieses Abenteuer einlassen, das sich grob mit "Showbusiness" umschreiben läßt. Man drückt ihnen unentwegt die Daumen. Ich weiß, daß es Loudon Wainwright und Bob Dylan genauso geht, und so empfinden alle Eltern, wenn ihre Kinder da einsteigen. Auch wenn das alles hochbegabte junge Leute sind - das sind ja nicht einfach Kids, die sich die Namen ihrer Eltern zunutze machen würden, sondern das sind wirklich außerordentlich begabte junge Leute. Und trotzdem drückt man ihnen die Daumen, einfach weil es kein leichter Job ist ... Natürlich spielt das Umfeld eine große Rolle, aber irgendwie bestimmt die Art und Weise, wie Kinder sich von sich aus entwickeln, über ihr ganzes Leben. Man kann sich wirklich nicht in das Schicksal eines anderen Menschen einmischen, noch nicht mal, wenn es sich um das eigene Kind handelt.

Adam Cohen über seinen Vater

Quelle: France-Inter (Radiointerview), 27. 6. 2001 (Adams Debüt-CD "Adam Cohen" erschien 1998.)

Er kam in Schlafanzug und Regenmantel und brauchte zwanzig Minuten zum Stimmen. "Die werden ihn umbringen", dachte ich... Dann brachte er das Verrückteste, was ich je gesehen habe: Er hat den Drachen bezähmt. Diese eine, traurige Stimme schaffte ganz allein, was ein paar der besten Rocker der Welt drei Tage lang vergeblich versucht hatten.

Kris Kristofferson 1994 über Cohens Auftritt auf dem Isle Of Wight Festwal 1970

Leonard ist der einzige Mensch, den ich kenne, der wirklich über das Begriffliche hinausgeht, der mit abstrakten Begriffen nichts am Hut hat, nicht in Begriffen oder Ideen denkt. Auch von ihm könnte man sagen, was mal wer über Yeats gesagt hat, "sein Geist ist nie von einer Idee geschändet worden" oder so ähnlich. Er denkt mit dem ganzen Körper, und ich glaube, er hat irgendwann erkannt - vielleicht war es im Mutterleib -, daß vorgefertigte Begriffe die Erfahrung verdecken oder verzerren. Und er will die lebendige, unmittelbare Erfahrung, in all ihrer Frische und Neuheit. L)as Entscheidende ist allerdings, daß er auch wirklich so lebt. Sein ganzes Leben ist der beste Beweis dafür. Sein Werk ist der Beweis dafür. Er ist einfach nur - und dadurch verblüfft und verwirrt er seine Gegner, bis sie sich schließlich geschlagen geben müssen.

Irving Layton, kanadischer Dichter, 1974

Ich höre viel Leonard Cohen... Mit den Jahren ist er recht abgeklärt und umgänglich geworden. Früher hat er ausgesehen wie Dustin Hoff-man und gesungen wie Bob Dylan. Heute ist er vor allem als Leonard Cohen überzeugend.

Tanita Tikaram, 1989

Wir haben gerade eine Co-verversion von Cohens Let's Take Manhattan [sie] aufgenommen. Mit gewaltigen Drums und kreischenden Gitarren. Klingt, als hätten sich The Gang Of Four und Sonic Youth mit Neil Young zusammengetan.

R.E.M.-Gitarrist Peter Bück über R.E.M.S Beitrag zu "Fm Your Fan", 1991

Ich hab Chelsea Hotel genommen, weil das die einfachsten Akkorde hatte.

Lloyd Cole über sein Cover auf "I'm Your Fan", 1985

Natürlich gibt es bei ihm einen Widerstreit zwischen dem Heiligen und dem Sünder. Leonard hat sich immer nach Heiligkeit gesehnt. Und zugleich hatte er sicher auch einen stark hedonistischen Zug, wie fast jeder Dichter oder Künstler. Das kommt daher, daß der Künstler sich ganz dem Genuß verschrieben hat, und zwar vor allem dem Genuß, den er anderen verschafft. Und wenn dabei auch für ihn selbst ein bißchen was abfällt, dann um so besser.

Irving Layton, 1993

Ihn letztes Jahr auf der Bühne zu erleben, war... als würde man ein Zimmer betreten, sich eine Weile in diesem magischen Zimmer umsehen, und dann steht man wieder draußen, und alles ist vorbei. Es war wie im Traum, weißt du, es war wie in den Gedanken, die einem mitten in der Nacht durch den Kopf spuken, und das ist es, was den Künstler ausmacht: Ein Künstler hat die Gabe, einen in etwas hineinzuziehen... Man ist drinnen, aber nur so lange, wie man eben vor dem Gemälde steht, und sobald man geht, ist es vorbei...

Suzanne Vega, 1994

"I discovered Leonard Cohen with Songs of Love and Hate. I listened to this record for hours in a friend's house. I was very young and I believe this was the first record that really had an effect on me. In the past, I only listened to my brother's records. I liked what he liked, followed him like a sheep. Leonard Cohen was the first one I discovered by myself. He is the symbol of my musical independence. I remember these other guys that came to my friend's house that thought Songs of Love and Hate was too depressing. I've realized that this 'depression' theory was ridiculous. The sadness of Cohen was inspirer, it gave me a lot of energy. I always remember all this when someone says that my records are morbid or depressing."

Nick Cave

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