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Foto: Christof Graf

VIII. The Cohenpedia - Leonard Cohen von A - Z

(Quelle: Christof Graf`s Bücher über Leonard Cohen - ,,Partisan der Liebe" (1996) und ,,Titan der Worte" (2010)

C

Columbia Records.

Leonard Cohens (und Bob Dylans) Plattenfirma, bei der er schon im sechsten Jahrzehnt ohne Pause unter Vertrag steht. Columbia Records ist das älteste durchgängige Label im Bereich der audiophilen Aufzeichnungstechnik, welches jedoch zahlreiche Besitzerwechsel durchlief. Zunächst war es ein eigenständiges US-amerikanisches Unternehmen. Dieses verkaufte 1922 seinen britischen Ableger Columbia Graphophone Company, der 1926 wiederum die amerikanische Muttergesellschaft übernahm und mit ihr 1931 zur EMI fusionierte. Was danach folgte ist das Ergebnis amerikanischer Vertragskunst. Wegen US-amerikanischen Wettbewerbsrechts hatte sich die EMI 1934 von ihren nordamerikanischen Unternehmungen zu trennen. Es entstand ein amerikanisches Label mit Namen Columbia Records, das von CBS übernommen wurde. Aber auch die EMI betrieb ein Label dieses Namens weiter (und darüber unter anderem Aufnahmen des US-Columbia-Labels in Europa zu vertreiben). Seit 1972 hatte EMI die Nutzung des Labelnamens Columbia Records eingestellt. Sony Music kaufte die CBS inklusive deren Label Columbia Records 1988, die mittlerweile in Sony BMG aufgegangen ist, das Label Columbia Records jedoch nach wie vor betreibt und verwendet. Das Unternehmenskarussel fährt weiter, denn 1988 kaufte der japanische Konzern Sony die CBS Records samt Columbia Records. Da man die Rechte auf den Namen CBS Records nur für begrenzte Zeit besaß, denn dieser fiel nach einigen Jahren wieder an die CBS Corporation zurück, nutzte man fortan das Label Columbia Records, für das man 1990 auch die Namensrechte außerhalb der USA, Kanadas und Japans von EMI erwarb, so die Firmengeschichte weiter. 2004 fusionierte Sony Music mit der "Bertelsmann Music Group" (BMG) zu Sony BMG. Auch diese neue Gesellschaft veröffentlicht nach wie vor Aufnahmen unter dem Labelnamen Columbia Records. Ausnahme ist Japan, wo die Veröffentlichungen unter "Sony Music Japan" laufen, einer weiterhin 100%igen Tochter von Sony. In Japan besteht darüber hinaus die - von Sony BMG unabhängige - Columbia Music Entertainment, die ihren Namen aufgrund einer Kooperationsvereinbarung mit EMI aus dem Jahr 1931 besitzt. 2008 trennten sich zumindest in Deutschland Sony und BMG wieder und Sony veröffentlicht weiter das Label Columbia Records. Bob Dylan z.B. wolte von all diesen Querelen nie etwas wissen. Er habe bei einem amerikanischen und nicht bei einem japanischen Unternehmen unterzeichnet, sagte er immer und erwähnte ,,Sony" und Konsorten nie. Und Leonard Cohen z.B. hatte über 25 Jahre keine Rechte an seinem berühmtesten lied: "Suzane".

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