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Foto: Christof Graf

VIII. The Cohenpedia - Leonard Cohen von A - Z

(Quelle: Christof Graf`s Bücher über Leonard Cohen - ,,Partisan der Liebe" (1996) und ,,Titan der Worte" (2010)

Y

Yom Kippur

Krieg

Leonard Cohen im Yom Kipur-Krieg. Laut der Wikipedia, war ,,der Yim-Kippur-Krieg 1973 nach dem Israelischen Unabhängigkeitskrieg (1948), der Suezkrise (1956) und dem Sechstagekrieg von 1967 der vierte arabisch-israelische Krieg im Rahmen des Nahostkonflikts. Auf arabischer Seite wird der Krieg auch „Ramadan-Krieg“ genannt, da er in den islamischen Fastenmonat Ramadan fiel. Gleichzeitig heißt er auch „Oktoberkrieg“ (in Ägypten Harb Uktubar, in Syrien Harb Tischrin). Der Krieg begann mit einem Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, auf dem Sinai und den Golan-Höhen, die sechs Jahre zuvor von Israel im Zuge des Sechstagekrieges erobert worden waren. Nur während der ersten 24 bis 48 Stunden rückten die Streitkräfte Ägyptens und Syriens vor, danach wendete sich der Verlauf des Krieges zugunsten der Israelis, die zunächst ihre Truppen hatten mobilisieren müssen. Nach der zweiten Kriegswoche waren die Syrer vollständig aus den Golanhöhen abgedrängt worden. Im Sinai waren die israelischen Streitkräfte zwischen zwei einmarschierenden ägyptischen Armeen durchgebrochen, hatten den Sueskanal (die alte Waffenstillstandslinie) überschritten und eine ganze ägyptische Armee abgeschnitten, bevor der UN-Waffenstillstand am 24. Oktober 1973 in Kraft trat."

Leonard Cohen ging 1969 auf eine Einladung der israelischen Regierung für zwei Monate ins Heilige Land. Es war eine Art Flucht vor seinem Privatleben. In einem unveröffentlichten Manuskript namens ,,The Final Revision Of My Life In Art" gab er zu, dass er ,,lieber gehen und ägyptische Kugeln auffangen wolle", als diesem Krieg der Geschlechter zum Opfer zu fallen. Nachdem er im August mit der Familie nach Hydra gefahren war, flog er nur kurz darauf von Athen nach Tel Aviv. Obwohl Cohen kein Hebräisch spricht, fühlte er sich wohl in ,,seinem mythischen Heimatland". Von September bis Oktober gab er dort mehrere Konzerte auf verschiedenen Militärbasen. Er sang in Flugzeughangern und in Raketenstellungen. ,,Wo man Soldaten in einer kleiner Gruppe begegnete, sang man", erinnert er sich heute. In einer Zeit, als sich der Konflikt zwischen Israel und Ägypten nach dem Sechs-Tage-Krieg von 1969 zu einer Auseinandersetzung Israels mit allen arabischen Staaten ausgeweitet hatte, die im Oktober 1973 zum Yom-Kippur-Krieg eskalierte, fühlte er sich wohl. ,,Krieg ist so zweckmäßig und sparsam in den Begriffen von Geste und Bewegung... Jeder ist für seinen Bruder verantwortlich", schrieb er in ,,My Life In Art".

Wenn Du verheiratet bist, kann es für eine Frau nur einen oder zwei Gründe geben, einen aus dem Haus zu lassen. Zum einen, um Geld zu verdienen, zum anderen, um in den Krieg zu ziehen. Das sind wirklich die einzigen Gründe, damit eine Frau ihren Mann von Zuhause wegläßt, erklärte Cohen dazu 1994 in einem Interview mit dem deutsch-französischen Kulturkanal Arte. Meine häusliche Situation war unerträglich geworden. Und ich überlegte mir, daß sie mich gehen lassen würde, wenn ich ihr sagen würde, ich wollte meine Glaubensgenossen in Israel verteidigen. Und so ließ sie mich ziehen. [. . .] Ich war mit einigen israelischen Künstlern zusammen. Einer von ihnen war Sholomon Semach, ein ander Mail Kaspi. Man gab uns einen Jeep und ein paar Taschen. Wir sollten uns so weit wie möglich der Front nähern. Und wenn wir unterwegs ein paar verletzte Soldaten fanden, sollten wir ihnen ein paar Songs vorsingen. Das habe ich getan. Das war der Grund, nach Israel zu gehen.

Leonard Cohen deshalb als Zionisten zu bezeichnen, wäre wohl übertrieben, auch wenn er selbst zugibt, Zionist in dem Sinne zu sein, daß ich [den Staat] Israel nicht für einen Luxus halte. Er wurde gegründet für Menschen, die sonst nirgendwo Zuflucht gefunden hätten. Wir brauchen ein jüdisches Heimatland. Was die Politik der einen oder anderen Israelischen Regierung betrifft, habe ich einiges daran auszusetzen. Das ist wohl auch typisch jüdisch", so Cohen.

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